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"Wenn ich genügend Geld hätte, würde ich sterbende Marken kaufen"

Das Interview mit Karen Heumann, Strategievorstand der Werbeagentur “Jung von Matt”, in der Zeit ist schon ein paar Wochen alt, aber dieser Satz zum Aus des Versandhauses “Quelle”, ist immer noch bemerkenswert:

„(…) was da passiert, macht wirklich sehr traurig, vielleicht besonders jemanden wie mich. Denn, schauen Sie, für mich sind Marken ein bisschen wie Menschen, sie haben einen Charakter, sie genießen Vertrauen, sie drücken sich aus, sie lernen dazu – wenn es gut läuft. Da geht ein abstraktes, aber sehr wertvolles Wesen kaputt. Das barmt mich wirklich. Wenn ich genügend Geld hätte, würde ich sterbende Marken wie Quelle kaufen und wieder langsam hochpäppeln. Hoffentlich greift der Otto-Versand jetzt zu.“

Ja, das barmt echt mächtig. Die Marke.

(Weiter hinten erklärt übrigens der Interviewer, was “Twitter” ist, und zwar so, als ob er es während des Interviews erklärt hätte – was zwar bei vielen Zeitungen Usus, aber trotzdem ziemlich beknackt ist.)

8. März 2010, 00:15

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